Geschichte des Vereins

LiSA e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 1993 gegründet wurde. In den letzten Jahren haben wir ca. 90 junge Menschen erfolgreich begleitet und ausgebildet, darunter sind alleinerziehende Mütter und Väter und Transgender. Aktuell sind Teilnehmer*innen in der Berufsorientierung, Berufsvorbereitung und Ausbildung in beiden Ausbildungsberufen.

Lange Zeit gab es nur die Idee:

Sie entstand aus der Arbeit mit jungen Frauen in der Jugendbildungsstätte Haus Kreisau in Berlin Kladow. Dort schaute man weit über‘s Wasser, auf dem große Schiffe vorbei glitten. Am Ufer saßen Auszubildende zur Arzthelferin, Verkäuferin und Bürokauffrau, erzählten von der Enge, den Enttäuschungen und Sackgassen ihrer typischen Frauenberufe. Hier wurde erst einmal vom Traumschiff geträumt, dann wuchs die Einsicht: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es…“ Drei Frauen aus der Jugendarbeit der Ev. Kirche suchten sich begeisterungsfähige Mitstreiterinnen und gründeten Anfang 1993 den Verein „Land in Sicht – Ausbildungsprojekte“, kurz: LiSA e.V.

1993 erhielt LiSA e.V. die Bewilligung von der Senatsjugendverwaltung, Projekte der Jugendberufshilfe für sozial benachteiligte Jugendliche durchzuführen. Begünstigt wurde dies durch den mädchen spezifischen Ansatz und den ungewöhnlichen Handwerksberuf. Kurz darauf bekam LiSA e.V. vom Verein „Berlin-Brandenburgische Schifffahrtsgesellschaft“ ein altes Schiff – den 70 Jahre alten Finow-Maßkahn „Horst-Günther“ angeboten.

Im November 1993 begann unser ungewöhnliches Ausbildungsprojekt: Seitdem werden junge Frauen zu Bootsbauerinnen ausgebildet und das Schiff wurde mit Hilfe von über 80 Förderern und Spendern zu einer schwimmenden Jugendbildungsstätte mit 28 Übernachtungsplätzen ausgebaut. (siehe „Horst-Günther“) Seit September 2004 wird auch jungen Männern die Möglichkeit gegeben, den ungewöhnlichen Beruf des Bootsbauers bei LiSA zu erlernen. Im Rahmen des ESF –Projektes „Zukunftsfähige Berufsausbildung für junge Frauen im Handwerk“ des Projektverbundes LiLA wurde „Zukunft für 2- Berufsausbildung in Teilzeit für junge Mütter“ entwickelt und aufgebaut.

Seit September 2006 können junge Mütter bei uns die Berufe Bootsbauerin und Tischlerin in Teilzeit erlernen. Im Februar 2007 ist unsere Ausbildungseinrichtung von Berlin – Köpenick nach Tempelhof umgezogen.

Von 2009 bis 2012 war LiSA e.V. Partner im Projekt Alpha-Netpoint, ein gefördertes Projekt des BMAS im Rahmen des Programms „Gute Arbeit für Alleinerziehende“. Die dort entwickelte Beratungsarbeit für Alleinerziehende im Bezirk Tempelhof-Schöneberg wird im Projekt ALFA-B weiterentwickelt, gefördert über Mittel aus „Partner-Entwicklung-Beschäftigung.

Leitbild

Identität

Land in Sicht Ausbildungsprojekte e.V. versteht sich als diakonische Einrichtung. Mit seiner Arbeit will LiSA e.V. im Sinne christlicher Nächstenliebe – insbesondere in Not- und Konfliktsituationen – helfen. Zweck des Vereins ist die organisatorische Begleitung und ideelle und materielle Förderung der beruflichen Bildung – vor allem von Mädchen und Frauen – in für Frauen untypischen Berufsbereichen. Dies erfolgt in geschlechtsspezifischen wie in koedukativen Zusammenhängen. LiSA e.V. bietet seit 1993 ein vielfältiges und maßgeschneidertes Bildungsprogramm für sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte junge Menschen, vorrangig junge Frauen, in Voll- und Teilzeit im Bereich Berufsorientierung, -vorbereitung und -ausbildung im Bootsbau- und Tischlerhandwerk an.

Werte – Wofür stehen wir

Unsere Angebote dienen dem lebensbegleitenden Lernen, der gesellschaftlichen und individuellen Emanzipation, der gesellschaftlichen Teilhabe der Teilnehmenden, der sozialen Gerechtigkeit und der Solidarität. Das geschieht auf der Grundlage einer christlichen, humanistischen und gewaltfreien Haltung. Sie ist geprägt von Respekt, Menschlichkeit, Autonomie und Verantwortung. Wir wollen zum Abbau geschlechtsspezifischer Benachteiligung beitragen und die Integration von Migrantinnen in unserer Gesellschaft stärken. Die Mitarbeiterinnen arbeiten als interdisziplinäres Team mit Handlungsschwerpunkten, die ihren Tätigkeitsfeldern entsprechen. Die Mitarbeiterinnen beraten sich kollegial und schätzen unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen. Selbstkritische Reflexion der geleisteten Arbeit ist ein Mittel des Lernprozesses und Qualitätsmanagements.

Mit unseren Partnern kooperieren wir vertrauensvoll, offen und ehrlich. Durch ein Qualitätsmanagementsystem steuern, kontrollieren und sichern wir die Arbeit von LiSA e.V.

Kunden

Kundinnen sind Abnehmerinnen unserer Leistungen, die wir gemäß unseren Vereinszielen erbringen. Dazu gehören Jugendliche und Erwachsene im Bereich der beruflichen Bildung, wie sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte junge Menschen, insbesondere junge Frauen und Mütter zwischen 16 und 27 Jahren. Die zweite wichtige Zielgruppe sind die Zuwendungsgeberinnen, die die Partizipation an gesellschaftlich notwendiger Arbeit ermöglichen wie z.B. die Agentur für Arbeit, die Sozial- und Jugendämter der Berliner Bezirke und die entsprechenden Senatsverwaltungen sowie europäische und bundesweite Institutionen und Stiftungen. Die dritte wichtige Gruppe sind Betriebe, Kammern, Innungen und Verbände.

Allgemeine Unternehmensziele

Wir arbeiten erfolgreich in der beruflichen Bildung mit den Schwerpunkten Frauen im Handwerk und Förderung traditioneller Berufe. Bestandteile unserer Arbeit sind hierbei bedarfsgerechte Lern- und Arbeitsangebote. In diesem Sinn sind wir Dienstleisterinnen und Partnerinnen für die Bedürfnisse der Kundinnen. Durch die Vernetzung mit Unternehmen, Organisationen und Institutionen konzipieren wir Projekte so, dass eine Durchführung passgenau auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten wird, um das Integrationsziel Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu erreichen. Der wirtschaftliche Erfolg des Vereins dient der Sicherung der Vereinsarbeit und der Arbeitsplätze. Mitarbeiterzufriedenheit wollen wir durch maßnahmenbezogene Weiterbildungsangebote erreichen. Unsere Maßnahmen basieren auf den gesetzlichen Bestimmungen des SGB VIII, des SGB II/III und den Förderstrukturen der AA. Aus diesem Grund arbeiten wir mit der regionalen AA zusammen, aber auch mit europäischen Institutionen, mit Bundes- und Landesministerien, kommunalen Einrichtungen und Betrieben.

Fähigkeiten – was können wir

Als berufliche Bildungseinrichtung bieten wir ein Bildungsangebot, das die Teilnehmerinnen entsprechend ihren Bedürfnissen qualifiziert. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen bilden die Grundlage für den Vereinserfolg. Wir Mitarbeiterinnen verfügen über die notwendige Fachkompetenz, die die Teilnehmerinnen zum Einstieg in die Lern- und Arbeitswelt befähigt. Hierin eingeschlossen ist die Vermittlung von beruflichen, kulturellen, Schlüssel- und Medienkompetenzen. Durch kollegiale Beratung, Fallarbeit, Reflektion des Lernprozesses und ein Weiterbildungsangebot für alle Mitarbeiterinnen ist ein aktuelles Wissen über moderne Lernstandards gegeben. Dieses wird unterstützt mit moderner Technik und Software. Wir schaffen eine gute offene Lernatmosphäre in zentraler Lage. Für unsere Zuwendungsgeber können wir zielgruppengerechte Maßnahmen konzipieren, durchführen und zuwendungsgerecht abrechnen.

Unsere Leistungen

Wir bieten der Zielgruppe sozial benachteiligter und individuell beeinträchtigter junger Menschen, insbesondere jungen Frauen und Müttern zwischen 16 und 27 Jahren:

berufliche Orientierung und Berufsvorbereitung im Holzhandwerk und im Bootsbauhandwerk

Berufsausbildung Tischler/in und Bootsbauer/in in Voll- und Teilzeit

ambulante sozialpädagogische Begleitung am Übergang Schule-Beruf und in der Berufsausbildung Im Rahmen von Projektarbeit kooperieren wir mit anderen Trägern der Jugendberufshilfe und arbeiten in Bietergemeinschaften zusammen

Wir bieten das Schiff „Horst-Günther“ als schwimmende Jugendbildungsstätte der evangelischen Bildungsstätte Haus Kreisau und anderen Jugendorganisationen zur Nutzung an Dieses wird verbunden mit der Vermittlung und Begleitung von beruflichen Arbeitserfahrungen in Unternehmen und unserem eigenen Zweckbetrieb, der schwimmenden Jugendbildungsstätte „Horst-Günther“.

Wir beraten und begleiten die Teilnehmenden bei sozialen Problemen. Unsere Einbindung in die regionalen Strukturen und die guten Kontakte zu Betrieben sowie die Vernetzungsarbeit ermöglichen eine Verbesserung der Integration in den Arbeitsmarkt.

Unsere Ressourcen

Fachlich qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Honorarkräfte sind unser größtes Kapital bei der Durchführung der Aufgaben vor Ort. Teamarbeit und Motivation sowie ein guter Informationsfluss sind für uns wichtig. Hinzu kommt der regelmäßige kollegiale Austausch mit anderen Bildungseinrichtungen, z.B. im Projektverbund LiLA. LiSA e.V. unterhält enge Kontakte zu Unternehmen und Organisationen der Region wie der IHK und HWK und den Berufsschulen. Wir verfügen über eine freundliche Ausstattung der Räume und die notwendige technische Ausstattung. Unterstützt werden unsere Bemühungen durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit. Eine ständige Beobachtung und regelmäßige Fremd- und Selbstevaluation ermöglichen die Einleitung notwendiger Veränderungen in unseren Arbeitsfeldern.

Wie lernen wir

Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes gehen wir von den Fähigkeiten und Ressourcen des Einzelnen aus und berücksichtigen die gesamte Lebenssituation der jungen Menschen. Die Teilnehmerinnen werden im Rahmen einer individuellen Förderplanung in ihrer gesamten Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und erhalten Hilfe zur Selbsthilfe. Wir Mitarbeiterinnen arbeiten und lernen im interdisziplinären Team und halten uns durch Weiterbildungen auf dem aktuellen Stand. Wir beraten uns kollegial und schätzen unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen. Die selbstkritische Reflexion der geleisteten Arbeit ist ein Mittel des Qualitätsmanagements.

Vorstand

Vorsitzende: Uti Hennecke, Geschäftsführerin STATTwerke e.V. i.R.

Schatzmeister: Dr. Hartmut Sander, Leiter des Ev. Zentralarchivs in Berlin i.R.

Weitere Mitglieder des Vorstandes:

Pfarrer i.R. Dipl.päd. Theo Lorentz, Leiter Jugendbildungsstätte Haus Kreisau i.R.,

Rechtsanwältin Nicole Weyde

Schirmherr des Vereins: Der ehemalige Bischof der Ev. Kirche in Berlin-Brandenburg, Professor Dr. Wolfgang Huber

Stand: 16.02.2016

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